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Pflegeversicherung

Dienstag, September 20th, 2011

Im Bereich der Pflegeversicherung weisen gesetzliche und einige private Versicherer deutliche Schwächen auf. Meist besteht der Mangel darin, dass viele Kosten, trotz einer abgeschlossenen Versicherung, auf die Angehörigen eines Pflegebedürftigen abgewälzt werden. Ein Beispiel: Ein Platz in einem Pflegeheim kann monatlich bis zu 3.500 Euro kosten, dabei übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung im Härtefall gerade einmal 1.825 Euro. Eine geeignete private Ergänzungsversicherung kann hier vorbeugen.

Pflegestufen entscheiden über Umfang der Hilfe

Wie sehr Unterstützung im Pflegefall benötigt wird, ist in Deutschland durch die gesetzlichen Pflegestufen geregelt. Es gibt insgesamt vier Pflegestufen, welche von Stufe 0 bis Stufe 3 kategorisiert werden. Bei der Stufe 0 besteht lediglich ein geringerer Hilfebedarf im hauswirtschaftlichen Bereich und in der Grundpflege. Unter der Grundpflege versteht man zum Beispiel die Körperpflege, die Ernährung und die Fortbewegung. Danach werden die Stufen 1 bis 3 nach Zeitaufwand eingeteilt. So ist für die Stufe eins insgesamt täglich ein Aufwand von 90 Minuten nötig und für Pflegestufe 3 sogar 300 Minuten. Je höher der Hilfebedarf, umso stärker die finanzielle Unterstützung seitens der Pflegeversicherung.
Aber egal welche Pflegestufe vorliegt, oft zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Bruchteil der anlaufenden Kosten.

Richtige Zusatzversicherung hilft

Im Bereich der privaten Absicherung im Bereich der Pflege, gibt es mehrere Grundprodukte, die in solch einer Situation unterstützen können. Die Pflegekostenversicherung übernimmt beispielsweise einen Teil der Rechnungen, welche durch Pflegedienste entstehen.
Die Pflegetagegeldversicherung ist sinnvoll, wenn der Patient privat durch Angehörige gepflegt wird. Dabei gilt: je höher die Pflegebedürftigkeit, desto höher der Tagessatz. So zahlt diese Versicherung bei Pflegestufe 1 20 bis 50 Prozent des Tagesgeldes, aber bei Pflegestufe 3 den vollen Satz. Einige Versicherer leisten jedoch bei der Heimpflege mehr als bei privater Pflege, ein Vergleich schafft hier den nötigen Überblick.
Die Pflegerentenversicherung zahlt bei Eintritt in die Pflegebedürftigkeit eine zuvor festgelegte Rente. Somit steht dem Pflegebedürftigen oder den pflegenden Angehörigen ein zusätzliches Einkommen zur Verfügung.

Je nach persönlicher Lebenssituation, mit Berücksichtigung auf Beruf, Gesundheitsstatus und Alter, fällt der Beitrag zu einer privaten Pflegeversicherung unterschiedlich aus. Ein Vergleich im Vorfeld ist daher ratsam. Bei der Beratung durch einen Fachmann kann auch ein geeignetes Produkt für eine passende Absicherung gefunden werden.